Als Eltern bekommen wir Meinungen und Theorien zu allen möglichen Themen. Aber was, wenn wir wirklich mal einen Rat brauchen? Es gibt nichts Besseres, als sich mit anderen Eltern auszutauschen. Wir haben mit einer Mutter über das Muttersein, das Spielen im Freien und die kleinen Tricks geredet, mit denen wir unsere Kinder trösten.

Claudia W.

Online-Redakteurin und Mutter von Frida (4) und Lila (1).

Hinfallen gehört beim Großwerden einfach dazu. Und zum Trost hilft nichts so gut wie eine Umarmung von Mama. In ihrem Garten etwas außerhalb von Hamburg haben wir uns mit Claudia über ihre Herangehensweise als Mutter unterhalten – und darüber, wie sie ihre zwei kleinen Mädchen tröstet…

“Ist es Ihnen wichtig, dass Ihre Mädchen viel Zeit draußen zum Spielen verbringen?”

Auf jeden Fall. Das ist der Grund, warum wir aus der Stadt weggezogen sind. Ich bin der Meinung, dass sie dadurch Vertrauen lernen. Spielen im Freien ist so wichtig für die Entwicklung von Kindern.

Nachdem wir das erste Mal umgezogen waren, fand meine Tochter Frida das Gras ganz komisch und wollte es nicht anfassen. Lila hingegen hat schon draußen gespielt als sie noch ganz klein war. Sie hat gerade laufen gelernt und ist so stolz auf jeden Meter, den sie vorankommt. Dadurch, dass sie so viel Zeit draußen verbringt, hat sie sich hervorragend an das unwegsamere Gelände gewöhnt. Ich merke, dass sich ihr neues Selbstvertrauen auch positiv auf ihre anderen Lebensbereiche auswirkt. Sie kann mit kleinen Problemen einfach besser umgehen als früher.

Das Gleiche gilt für Frida. Sie hat gerade gelernt ohne Stützräder Fahrrad zu fahren. Mir ist aufgefallen, dass sie dadurch ganz allgemein immer mehr Selbstbewusstsein bekommt. Für mich als Mutter ist das wirklich ganz toll zu beobachten.

“Wie ist Ihre Philosophie als Mutter?”

Zu wissen, wann ich einschreiten und wann ich einen Schritt zurücktreten sollte. Natürlich bin ich da, wenn sie mich brauchen, aber ich denke, es ist auch wichtig, dass sie eigene Erfahrungen als Individuen sammeln.

Claudia W.

Claudia, 36, ist Online-Redakteurin, Mutter und wohnt in der Nähe von Hamburg. Ihr Erziehungsstil ist entspannt aber liebevoll. Und sie legt viel Wert auf Spielen im Freien. Claudias zwei kleine Töchter Frida und Lila lieben es, mit ihrer Mutter den Garten zu erkunden. Und Frida hat vor kurzem Radfahren gelernt!

“Wie trösten Sie Ihre Kleinen, wenn sie hingefallen sind oder sich verletzt haben?”

Also, zunächst einmal ist es wichtig, als Mutter ruhig zu bleiben. Kein geschockter Gesichtsausdruck! Ich warte kurz, um zu sehen, ob sie damit alleine klarkommen. Und wenn nicht, bin ich zur Stelle. Es ist wichtig, dass das Kind merkt, dass Sie es ernst nehmen.

Ablenkung ist ein großartiges Mittel. Die Aufmerksamkeit des Kindes vom Schmerz auf etwas anderes zu lenken. Was ich immer mache, ist, auf die Verletzung zu pusten – ein Trick, den schon meine Mutter bei mir angewendet hat. Das ist eine klassische Ablenkungsmethode, die aber wirklich funktioniert! Sie MUSS magisch sein! Und tatsächlich kann auch ein Pflaster eine kleines Wunder bewirken. Meine Töchter lieben es, ein Pflaster zu bekommen. Dadurch fühlen sie sich stolz und tapfer und das Aufkleben des Pflasters lenkt sie auf jeden Fall von der Verletzung ab! Es gefällt ihnen, sich ihr Lieblingsmotiv aus der Packung auszusuchen.

Sie können besser mit dem Schmerz umgehen, wenn sie nicht mehr an den Unfall, sondern etwas Schönes denken können. Zum Beispiel erinnere ich sie an etwas Lustiges, auf das sie sich freuen. Ein Freund, der zu Besuch kommt, oder so etwas. Es kann etwas ganz Einfaches sein – erinnern Sie sie daran, dass es zum Nachtisch Eis gibt!

Trösten ist aber das Wichtigste. Die Mutter-Kind-Bindung ist so stark. Durch Kuscheln mit Mama fühlt sich jedes Kind geliebt und besonders. Und ich glaube, wenn ein Kind sich geliebt und besonders fühlt, kann es alles bewältigen.